Marie - ein Schafpudel im Wolfspelz
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In
einer Ausgabe der Columna wurde eine ganz außergewöhnliche
Mitarbeiterin des Alice-Heims vorgestellt:
"Marie-Jule von der Piastenniederung",
oder kurz "Marie". Sie ist der Therapiehund
von Markus Michl, dem Ergotherapeuten des Alice-Heims.
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Marie
ist ein reinrassiger deutscher Schafpudel und erst 14
Monate alt. Trotzdem ist sie bereits ein zertifizierter
Therapiehund. Das bedeutet, dass Marie unter anderem stressfest
ist, auf's Wort gehorcht und gelernt hat, egal bei welchen
Ereignissen, sich gegenüber allen Menschen stehts
friedlich zu verhalten. Marie hat Herrn Michl, der bei
der Ausbildung sein Hauptaugenmerk auf absolute Konsequenz
und Struktur gelegt hat, noch nie enttäuscht.
Als
Hütehunde sind Schafpudel ganz besonders gelehrig
und sozial veranlagt. Außerdem wechselt Marie naturgegeben
niemals ihr Fell und haart somit nicht. Dies sind beides
Eigenschaften, die ihr bei ihrer Tätigkeit sehr zugute
kommen: Marie arbeitet sehr nahe an Menschen in Bereichen,
die hygienisch einwandfrei sein müssen, manchmal
sogar in Bett von Bewohnern oder Kranken.

Bei
der Arbeit im Alice-Heim tritt Marie stehts im Tandem
mit Herrn Michl auf. Gemeinsam führen die beiden
eine so genannte "tiergestützte Therapie durch.
Das bedeutet insbesondere, dass Marie den Bewohnern, die
nicht mehr mit anderen in Beziehung treten können,
Hilfestellung gibt. Die Wissenschaft hat belegt, dass
allein die Anwesenheit von Tieren die Kommunikationsfähigkeit
und -bereitschaft von Personen positiv beeinflusst. Dies
versucht Herr Michl mit Marie zum Beispiel bei dementen
Menschen, bei hirngeschädigten Personen aber auch
bei Kindern und Jugendlichen mit Kommunikationsstörungen
und Störungen im Sozialverhalten zu nutzen. "Wenn
Menschen mit anderen Menschen nicht mehr kommunizieren
können - egal warum immer - kann Marie ein Brücke
bauen, um die Kommunikation zu fördern. Marie geht
auf alle Menschen unvoreingenommen zu, und das erleichtert
es den Menschen oftmals, ihre Gefühle zu äußern",
so Michl ganz grob über die "Funktionsweise"
eines Therapiehundes".
Marie
kann am Stück für 3 bis 4 Stunden "arbeiten",
danach ermüdet sie jedoch, wird unruhig und braucht
eine Pause. Dann geht sie am Liebsten - wie könnte
es anders sein - unbeschwert spazieren oder legt sich
hin um zu schlafen. Wenn Marie frei hat, ist sie sehr
sportlich, läuft, schwimmt und begleitet Herrn Michl
beim Radfahren. In ihren kulinarischen Vorlieben ähnelt
sie ehre einem Schaf als einem Pudel, denn Marie frisst
so gut wie nie Fleisch. Tatsächlich ernährt
sie sich vegetarisch, nicht zuletzt , weil sie dadurch
weniger nach Hund riecht. Von fremden Menschen würde
Marie niemals etwas zu fressen annehmen.
Marie
macht die arbeit Spaß und ans Aufhören denkt
sie in ihrem jugendlichen Alter nicht. Es gibt für
Therapiehunde keine Altersbegrenzung, bis zu der sie höchstens
arbeiten dürfen, wie es beispielsweise bei Polizeihunden
der fall ist. Solange Marie gesund ist und Spaß
an der Interaktion hat, wird sie weiter mit Herrn Michl
ihre außergewöhnlichen und interessanten Dienste
leisten.
Dafür
wünschen wir den beiden viel Glück und gutes
Gelingen.